„Give people the power to share information and make the world more open and connected…” - lautet die Mission, der sich Facebook von vornherein verschrieben hat.
Um diese Mission auch bei uns weiter zu tragen, gab Marc Zuckerberg gestern einen Vortrag an der TU, in welchem er auch Einblicke in die Gründungsgeschichte und Entwicklung von Facebook gab. Mit seinen 24 Jahren ist der Gründer und Vorstandsvorsitzende einer der erfolgreichsten Jungunternehmer weltweit. Dem sympathischen Auftritt des US-Amerikaners war dies jedoch nicht anzumerken.
Ursprünglich auf die Studentenschaft der Harvard Universität ausgerichtet, ist Facebook inzwischen zu einer riesigen und bedeutenden Community geworden, welche sich weltweit – auch unter Nicht-Studenten – einer stetig wachsenden Beliebtheit erfreut. Allein in Deutschland sind bereits mehr als 1,2 Millionen aktive User registriert und weltweit sind es schon über 110 Millionen - und das in nur 4 Jahren!
Facebook ermöglicht uns auf praktische und unterhaltsame Weise die Kommunikation mit Freunden, Familien und Kollegen. Die Posts, News Feeds, Photos, Links und Last but not least Status Updates unserer Lieben ergeben zusammen ein Social Network zum Wohlfühlen und viel wichtiger noch, zum miteinander in Verbindung bleiben, auch wenn man nur wenige oder auch viele Kilometer voneinander getrennt ist. Die zahlreichen und ständig neuen Applikationen bieten zusätzliche Abwechslung und/oder Zerstreuung.
Kritisch betrachtet ist Facebook allerdings auch eines von vielen Beispielen des geduldeten Datenmissbrauchs. Durch die personalisierte Werbung, welche seit 2007 auf der Seite eingebunden ist werden sensible Nutzerdaten (mit deren Einwilligung), Unternehmen für kommerzielle Zwecke zur Verfügung gestellt. Neben Alter, Geschlecht, Hobbys, Wohnort, politischer Überzeugung, Lieblingsbüchern und Lieblingsfilmen umfassen die bereitgestellten Informationen auch den Bildungsstand und Hinweise auf persönliche Beziehungen.
Möglicherweise ist dies auch der Grund für die skeptische Haltung, welche vielen Anwesenden bei der gestrigen Veranstaltung anzumerken war…
Soviel zur Vergangenheit und Gegenwart. Doch wie sieht die Zukunft von Facebook aus?
Die kontinuierliche Weiterentwicklung durch das Team rund um Marc, lässt auf einen langjährigen Begleiter im Web2.0 hoffen. Facebook goes mobile, passt sich dem europäisch Sprachraum an und wirkt im neuen Design noch zugänglicher als bisher.
Die neue Kampagne „Warum nicht blau machen“ zielt auf eine wachsende Anhängerschaft in Deutschland ab. Wie groß der Bedarf nach Facebook hierzulande wirklich ist wird die Zeit zeigen, doch eines sei sicher: mit oder ohne uns – a new star is born.