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  Pressemitteilung

Marketing-Viren unter dem Mikroskop

Deutsche und britische Experten wollen mit Seminar „infizieren“

13. Dezember 2003. Wer kennt sie nicht – die überraschenden, lustigen Filmchen, die einem Freunde per E-Mail schicken. Erst jüngst machte ein Lego-Movie des „Wunders von Bern“ die Internetrunde. Der „New Economy Hype“ ist vorbei, der Begriff „Virales Marketing“ ist geblieben. Aber was bedeutet er? In der Marketingwelt herrscht noch immer wenig Klarheit, wie man eine Epidemie erzeugt, die sich per Mausklick oder SMS wie ein Lauffeuer verbreitet. Viele Aktionen erscheinen spontan und ungeplant. Was ist letztlich der infizierende Faktor? Wie steuert man die Verbreitung? Wie bringt man Menschen dazu, gern und freiwillig Werbung für die eigene Marke zu machen? Wann ergibt der Einsatz des Instruments Sinn und wann sollte man lieber die Finger davon lassen?

Einblicke in ihre Arbeit als Virus-Ingenieure wollen die Experten Thomas Zorbach (vm-people, Berlin), Alex Sutter (YOC AG, Berlin) und Justin Kirby (DMC, London) geben, die erstmals in Deutschland ein spezielles Virus-Marketing-Seminar anbieten. Mit anschaulichen Präsentationen, praktischen Fallstudien und experimentellen Workshops werden die Seminarteilnehmer in die Thematik eingeführt. Ziel ist es, den Charakter, die wesentlichen Mechanismen und die Erfolgskriterien des Viralen Marketing zu vermitteln, um die Planung von schlagkräftigen Kampagnen sowohl im Internet als auch für das Handy zu veranschaulichen. „Das Seminar richtet sich an alle Denker, Lenker und Macher von Marketingkonzepten“, so Thomas Zorbach.

Das Seminar findet vom 19.-20. März 2004 in Berlin (Backfabirk) statt. Die Teilnehmerzahl ist auf 20 begrenzt. Frühbucher zahlen bis zum 31. Januar 2004 nur 450 Euro. Ab dem 1. Februar 2004 belaufen sich die Kosten auf 500 Euro. Seminarsprache ist deutsch und englisch. Nähere Informationen und Anmeldung unter www.vm-people.de

Bei Rückfragen:
Thomas Zorbach, vm-people
Tel: 030/ 46 60 26 45, Fax: 030/45 08 44 20
Mobil: 0171/4000 191
E-Mail: t.zorbach@vm-people.de


Hintergrundinformation:

Vier Fragen zu „Viralem Marketing“ an Thomas Zorbach

„Virales Marketing“ ist nicht neu, aber auch nicht etabliert. War das nicht eine Modeerscheinung während des „New Economy Hypes“?

Das Problem vieler Entscheider besteht darin, dass sie mit dem Ende des Hypes auch das Virale Marketing zu den Akten gelegt haben. Die Disziplin gewinnt aber im Zeitalter der Vernetzung an Bedeutung für die moderne Markenführung. Denn Virus-Marketing bietet die Chance, Botschaften auf neuen, ungewöhnlichen Wegen unter die Leute zu bringen und etwas zurückzugeben, was vielen Marken heute fehlt: Authentizität und Glaubwürdigkeit. Ansteckend bedeutet in diesem Zusammenhang, dass Kunden das Bedürfnis haben, über die Marke zu kommunizieren. Von Mund zu Mund. Von Maus zu Maus. Oder von Mobile zu Mobile.

In New York war das Thema Anfang November Gegenstand auf einer Konferenz. Was sind die neuesten Erkenntnisse auf dem Gebiet des Viralen Marketing?

Die AD:TECH in New York Anfang November gilt allgemein als Wegweiser für die Marketingwelt. Dort war es ganz deutlich zu spüren, dass immer mehr Marketingverantwortliche nach Alternativen suchen, weil sie das Gefühl haben ihre Zielgruppen nicht mehr zu erreichen. Virus-Marketing, also die gezielte Stimulation von Mundpropaganda, wurde in diesem Zusammenhang als viel versprechende Alternative erkannt. Einig war man sich darüber, dass die Disziplin ihren Platz im Werkzeugkasten des Marketers der Zukunft finden wird. Uneinig war man sich noch, wie man das Instrument am besten anwendet. Gerade in dieser Frage werden wir im Rahmen des Seminars versuchen, mehr Klarheit zu schaffen.

Gibt es Unternehmen, die das Instrument heute professionell einsetzen?

Die Liste von Unternehmen die erste Erfahrungen mit der Disziplin gesammelt haben ist lang. Und sie wird immer länger. Bezeichnend ist, dass es nicht nur kleine Unternehmen sind, die wenig Geld in Marketingmaßnahmen stecken können. Nein, inzwischen hat sich auch bei großen Unternehmen herumgesprochen, dass man mit viralen Maßnahmen viel für die Marke tun kann. Auf der Kundenliste meines Koreferenten Justin Kirby aus England stehen bekannte Namen wie Diesel, Mazda, MTV, Sony Ericsson oder Virgin. Es ist an der Zeit, dass auch in Deutschland erkannt wird, welches Potenzial das Virale Marketing bietet.

Kann man den viralen Erfolg überhaupt planen?

Im Kontext des Viralen Marketing heißt Planen, die richtigen Voraussetzungen für eine dezentrale, netzwerkartige Verbreitung zu schaffen. Es kommt darauf an, die drei epidemischen Prinzipien zu berücksichtigen: Das Virus (Botschaft), die Überträger (Multiplikatoren) und den Nährboden (Äußere Verbreitungsumstände). Gelingt es, diese Prinzipien optimal aufeinander abzustimmen, steht einer solchen Verbreitungsweise innerhalb einer definierten Zielgruppe nichts im Weg.


Hintergrundinformation:

Referenten

Justin Kirby, Geschäftsführer DMC, London

Justin Kirby startete seine Karriere Mitte der achtziger Jahre mit Bahn brechenden Multimedia Projekten wie z.B. den berühmten Robotermodellen aus dem Herbie Hancock Video „Rock it“. 1994 gründete er Digital Media Communications (DMC). DMC ist auf die Planung, Verbreitung sowie das Tracking von viralen Kampagnen spezialisiert, für so bekannte Marken wie z.B. Diesel, Eidos, Levi’s, Mazda, MTV, Sony Ericsson und Virgin.

Alex Sutter, Head of Content YOC AG, Berlin

Alex Sutter kam als Autor bei der ersten deutschen Internetsoap „diary.de“ zu den neuen Medien. Heute ist er bei der YOC AG für die Konzeption von Mobile Marketing Kampagnen verantwortlich, die sich auch viral über das Handy verbreiten. Die YOC AG zählt zu den führenden, deutschen Anbietern im Bereich interaktives Marketing und M-Commerce. Auf der Kundenliste stehen so renommierte Unternehmen wie Pepsi Cola, Johnson & Johnson, D2 Vodafone, Allianz, Schwäbisch Hall, Nestlé oder Procter und Gamble.

Thomas Zorbach, Geschäftsführer vm-people, Berlin

Thomas Zorbach ist Konzeptioner und Texter mit langjähriger Berufserfahrung in internationalen Werbeagenturen. Seit 2002 berät er mit vm-people Unternehmen und Agenturen auf dem Gebiet des Viralen Marketing. Daneben hält er Vorträge und Seminare zum Thema. Zu seinen Referenzen zählen u.a. die Universal Marketing Group, die Karstadt Warenhaus AG, das Gottlieb Duttweiler Institut, die AD:Tech Marketing-Konferenz New York und die Universität der Künste Berlin.


   

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